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Bücher vertauschen statt verkaufen:

in Wenn man sie nicht mehr verkaufen kann ... 16.09.2009 23:25
von ZeitenWanderer • 6 Beiträge

Fragen Sie uns - wir tauschen gern. Antiquariat ZeitenWanderer, Hamburger Strasse 1, Öffnungszeiten Mo bis Fr 10 bis 18.30, Sa von 10.00 bis 14.00 Uhr, 04531-667531 oder jfk@zeitenwanderer.de

Ansonsten: Aushang im Supermarkt

Ein ganz persönlicher Hinweis: Wir werden es nicht wieder tun. Man ahnt ja nicht, wer da alles kommt. Etwa Ex-Kollegen, die man gerne vergessen wollte, Leute, die einen von uns beiden mehr mochten, als dem anderen lieb ist, der Typ neulich vom Parkplatz - und gesehen haben den Aushang alle. Die Nachbarn, die Bekannten, die Kollegen und die Leute vom Verein sowieso - und am Ende ist ein Drittel beleidigt, weil man ihnen den Zuschlag nicht gegeben hat. Daß die Ware längst weg war ("Wieviel hast du dafür bekommen?"), zählt da nicht mehr.
Aber ohne diese unsere eigene Vorerfahrung würden wir es bestimmt versuchen.
Nach gründlichem Nachdenken.

Lokale Tauschbörse in Stormarn:

Die Tauschbörse der AWO in Stormarn (also die Abfallverwertungsgesellschaft) bietet eine kostenlose Tauschbörse an. Wer die Bücher, die wir durchgesehen haben, trotzdem nicht wegwerfen mag - sowie all die anderen Dinge, die uns neben Büchern angeboten werden - hat hier eine regionale Tauschbörse. Vorteil: Der Kunde sieht vorher, was er eintauschen oder geschenkt bekommen soll - und holt es in der Regel selber ab.

http://www.awsh.de/index.php?source=awsh


Weiter gezogene Kreise für lokale Tausch- und Verschenkbörsen:

Seltsam wenig bekannt sind die beiden unten genannten Kleinanzeigenbörsen. Auch hier gilt, daß in der Regel der Erwerber (ob für Geld, geschenkt oder im Tausch gegen irgendetwas, die Dinge selbst abholt).

http://www.kijiji.de und http://www.nordclick.de


Und noch weiter gezogene Kreise - Internet national:

Hier kann man Bücher vertauschen. Die Regeln sind so, daß man ein Buch einstellt und irgendwann kommt (vielleicht) ein Interesssent. Dieser fordert das Buch an und man versendet es dorthin, wofür man im Gegenzug ein Ticket erhält. Mit diesem Ticket kann man wieder andere Bücher, neuerdings auch CDs, DVDs etc. anfordern.

Das funktioniert in der Regel nicht für die abgegriffenen Titel, die auf dem Flohmarkt nicht weggingen, sondern nur solche, die auch in Amazon noch mindestens ein paar Cent wert sind. Ohne Produktfoto und etwas umfangreichere Beschreibung sieht man auch hier selten Land. Umgekehrt ist das Risiko Dinge zu erhalten, die man als "Schrott" empfindet nie ganz zu vermeiden. Auch hier gilt: Auf Bewertungen achten, auf Glück setzen und eventuell vorher anfragen, ob man die Möglichkeit hat, bei Nichtgefallen die Ware zurückzusenden und das Ticket wiederzubekommen. Es gilt die ungeschriebene Regel des Merkantilismus: "Mach den Eimer voll, egal womit, solange ich mich damit nicht lächerlich mache. Solange ich es, zur Not auch schlechter wegtauschen kann, ist das in Ordnung." In der Praxis bedeutet dieses, daß man auch Konvolute anbietet (also mehrere Titel in einer Sendung). Theoretisch darf man bis zu fünf Tickets verlangen, praktisch gehen eher die Ein-Ticket Artikel, manchmal die Zwei-Tickets, eher selten die höheren.

Buchticket hat viele aktive, freundliche, fröhliche Nutzer, wer sich Zeit gibt und kleine Mißerfolge nicht überbewertet, wird hier glücklich.

http://www.buchticket.de



Und noch weiter gezogene Kreise - Internet international:

Tja, wer es wirklich wissen will, der begibt sich in den internationalen Ring. Man kann Bücher weltweit vertauschen, wenn man Toleranz und Risikofreude mitbringt. Es ist eher etwas für Buchfreunde besonderer Art, weil viele andere Nationen keine verbilligte Büchersendung auch ins Ausland anbieten. Es lohnt sich mehr für Leute, die sich Richtung Nord-, Süd-, und Osteuropa orientieren, als jene die auf England, Frankreich und die USA festgelegt sind. Unsere persönliche Erfahrung hat gezeigt, daß es in den genannten Bereichen oft - nicht immer - schwierig war, in den anderen aber leichter funktionierte. Noch ein besonderer Tipp, ein kleines Firmengeheimnis aus dem Hause ZeitenWanderer, fragen Sie die Besitzer Ihrer Tauschware, ob sie per Mbag oder als Pressesendung verschicken können. Vielen Tauschpartnern ist diese Möglichkeit - wo sie denn geboten wird - gar nicht bewußt. Wer dann nur nach Päckchen, Paket oder Brief fragt, erhält auch nur die (teuren) Antworten.

Wie gesagt, dieser Tausch ist etwas für Enthusiasten besonderer Art.

http://www.titletrader.com



Und ganz zuletzt:

Bookcrossing ist natürlich auch eine Alternative - Bücher auslegen und liegenlassen, mit der Bitte es im Netz einzutragen, um zu sehen, wie es wandert. Auch hier gibt es eine spezielle Klientel. (Erinnern Sie sich an die Beschreibung von Computerfreaks? Pickelig, blass, dünn etc. etc.pp?) Nun, hier ist die Variante der Bücherfreunde, die auf Wirtschaftlichkeit keinen Wert legt, alles zwischen Bildung und Unterhaltung geht, solange man dafür nicht zahlen muß, aber es gedruckt ist. Die wahrhaftige Subkultur des angehenden zweiten Jahrtausends liegt noch völlig unentdeckt hier.

Die Regeln dieses stillen, aber fleissigen Untergrunds lesen Sie nach unter http://www.bookcrossing.de

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